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QSL-Kommission

QSL-Mittel oder auch „Mittel zur Qualitätssicherung von Studium und Lehre“ sind Sekundärmittel die den hessischen Hochschulen vom Land durch Beschluss des hessischen Landtages aus dem Jahre 2008 zur Verbesserung der Studienbedingungen zur Verfügung gestellt werden.

Durch den Wegfall der Studiengebühren zum Wintersemester 2008 sah die damalige Landesregierung einen Handlungsbedarf, um die durch den Wegfall dieser Studiengebühren entstandenen Defizite auszugleichen. Eine Besonderheit dieser Mittel ist, dass sie nur zweckgebunden und über ein Antragsverfahren innerhalb der Hochschulen vergeben werden können. Die Zweckbindung ist sehr stark interpretierbar wie ein Auszug aus der Webseite des hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst (HMWK) zeigt:

„Die Hochschulen sind verpflichtet, die Beratung und Betreuung der Studierenden zu intensivieren. Die Mittel sollen insbesondere so verwendet werden, dass das in den Prüfungs- und Studienordnungen vorgesehene Lehrangebot tatsächlich in ausreichendem Maß ohne zeitliche Verzögerung wahrgenommen werden kann − eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass Studierende in angemessener Zeit zum Studienerfolg kommen können.“

Damit stehen den Hochschulen in Hessen jedes Semester 46 Mio. € (92 Mio. jährlich) zusätzlich zur Verfügung. Diese werden nach einem Verteilungsschlüssel, welcher sich an der Studierendenzahl der jeweiligen Empfängerhochschulen orientiert, aufgeteilt.

Innerhalb der Hochschulen werden diese Mittel weiter in dem Verhältnis 60 % zu 40 % aufgeteilt. Dabei entstehen zwei Töpfe:

  • Fachbereichsübergreifende QSL-Mittel (40%)
  • Fachbereichs QSL-Mittel (60%)

Fachbereichsübergreifende QSL-Mittel

Diese werden dezentral von einer Vergabekommission über ein Antragsverfahren zur Finanzierung von fachbereichsübergreifenden Projekten vergeben.

Hier steht der Studierendenschaft ein indirektes Antragsrecht über den AStA zu. Wichtig ist daran, dass die Vergabekommission, also das Gremium, welches über die Finanzierung von Projekten entscheidet, die folgende Zusammensetzung hat:

1. Acht Studierende,

2. die Studiendekane/ -dekaninnen,

3. ein administrativ-technisches Mitglied,

4. ein wissenschaftliches Mitglied.

Das bedeutet, dass durch die (über-)paritätische Zusammensetzung der Vergabekommission, eine erhebliche Entscheidungskompetenz für die Durchsetzung von Projekten entsteht.

Fachbereichs QSL-Mittel

Diese Mittel werden auch wieder nach einem Schlüssel der Studierendenanzahl auf die jeweiligen Fachbereiche aufgeteilt. Insofern macht dies erforderlich, dass für jeden Fachbereich an der Hochschule eine eigene Fachbereichs-Vergabekommission benannt werden muss. Auch hier können Studierende über die Fachschaftsräte und die Fachbereichsräte Anträge zur Finanzierung von fachbereichsinternen Projekten stellen. Die Zusammensetzung dieser Vergabekommissionen ist wie folgt:

1. Studierende (3 Mitglieder)

2. ProfessorInnen sowie administrativ-technisch /wissenschaftliche Mitglieder (3 Mitglieder)

Auch hier entsteht durch die Parität wieder eine starke Stimme für die Studierendenschaft.